Schon seit Jahren gehören der November und Dezember zu den aktivsten Monaten im Jagdkalender. Neben den einheimischen sind ausländische Gäste am zahlreichsten vertreten. Diese Gäste kommen durch Vermittlung der Agentur Basswood Sporting. Für sie wird die gemeinschaftliche Treibjagd auf Wildschweine organisiert. Die Jagd umfasst üblicherweise 12- bis 16-köpfige Jägergruppen unter Teilnahme von 15 Treibern und etwa 20 Hunden. In diesem Jahr hatten wir das Vergnügen, 55 Jäger aus Großbritannien unsere Gastfreundschaft anzubieten. Unsere Gäste konnten, neben der Jagd selbst, auch traditionelle Wildspeisen aus Slawonien im Restaurant „Josavac“ genießen, sich in unseren angenehmen Unterkünften entspannen und Abstand vom Alltag gewinnen.

Jeder Jagdtag beginnt bei Morgendämmerung mit dem gemeinsamen Frühstück im Restaurant, dass auch der Treffpunkt ist. Schon um 8 Uhr machen wir uns auf den Weg zum vorgesehenen Jagdrevier. Unsere Ansitze werden schweigend aufgestellt, und dann beginnt das freudvolle Warten, das nach ersten Schreien der Treiber und Hundegebell in eine in der Luft hängende Aufregung unserer Gäste übergeht. Angespannt, genauso wie ihre Flinten, warten die Jäger auf den ersten Schuss. Die Treibjagden dauern üblicherweise zwei bis zweieinhalb Stunden. Danach versammeln wir uns und erzählen uns von unseren Treffern und Fehlschüssen und von dem Wild, das wir gezählt und beobachtet haben. Tatsächlich ist viel Geschick und Fähigkeit, manchmal auch pures Glück erforderlich, um ein rennendes Wildschwein zu treffen, weswegen es nicht verwunderlich ist, dass man als Ergebnis mehr Fehlschüsse als Treffer verzeichnet. Die guten Schützen freuen sich, während die weniger guten versuchen, eine passende Rechtfertigung für ihre Misserfolge zu finden, obwohl sich nach einer kurzen Pause sehr bald die nächste Gelegenheit für eine Verbesserung bietet.

Nach den Fotoaufnahmen mit dem erschossenen Wild und um manche Erfahrung bereichert beginnen wir die zweite Treibjagd. Bei den Jägergruppen aus dem Ausland ziehen wir fast nie Nummern. Da es in der Gruppe immer ältere Jäger gibt, die üblicherweise schneller müde werden (obwohl dies nicht immer die Regel ist), werden diese Teilnehmer näher positioniert, während die Jüngeren einen kurzen Spaziergang bis zum Ansitz machen. Da unser Jagdrevier topografisch eine Ebene ist, fällt dieser Spaziergang nicht schwer. Unsere Ansitze positionieren wir auf etwa 5 bis 10 Meter breiten, grasigen Lichtungen, die als Wildweiden dienen. Die Jagd kann wieder beginnen!

Nach der zweiten Treibjagd gehen wir alle zusammen zum Mittagessen, das im Wald auf uns wartet. Unser kleines Jagdhaus mit netter Terrasse und angemachtem Feuer bietet eine kurze Unterkunft und Schutz vor Kälte sowie die Gelegenheit für die Jäger und die Treiber, sich besser kennenzulernen, sich über ihre Erlebnisse und Erwartungen bei darauffolgenden Treibjagden zu unterhalten und ihre Flinten und Ausrüstungen zu vergleichen. Nach dem Mittagsessen gibt es kein Nickerchen. Wir machen uns auf den Weg zur dritten und letzten Treibjagd. Die Gäste, die vorhin nicht getroffen haben oder nicht genug schnell waren, um einen Schuss abzugeben, bekommen nun die Gelegenheit, ihre Ergebnisse zu verbessern.

In guter Gesellschaft vergeht die Zeit schnell, bis es dunkel wird. Voller Zufriedenheit nach erfolgreicher Jagd kehren wir in den Hof des Unternehmens Josavac zurück, besichtigen das erschossene Wild und übergeben es an den Metzger zur Weiterverarbeitung. Wir betreten das Restaurant, in dem das üppige Abendessen bereits auf uns wartet. Wir werden jetzt bis spät in die Nacht miteinander reden und unsere Erfahrungen austauschen, bevor wir unsere verdiente Nachtruhe genießen.
Im Namen aller Mitarbeiter des Unternehmens Josavac GmbH bedanke ich mich bei allen unseren lieben Gästen für ihren Besuch und freue mich auf unser Wiedersehen. Ebenso lade ich alle Jäger und Jägerinnen dazu ein, an unseren zukünftigen Jagdaktivitäten teilzunehmen.
Viel Glück!


Jošavac GmbH
Jagdabteilung
Saša Gojković, bacc.ing.agr.