Die Nutzungsart eines Naturgutes und so auch des Jagdreviers ändert sich immer gemeinsam mit den politischen Änderungen im Staat und steht oft nur unter dem Einfluss der Lokalbehörden. Wir werden diese Bewegungen aufgrund der zugänglichen Angaben darlegen:

Allgemein

Während der Österreich-Ungarischen Monarchie bis zum Jahr 1918 wurden die Jagdreviere nach zwei Grundprinzipien gegründet: aufgrund des regionalen (kaiserlich-staatlichen) und Domizileigentums (privat). Im Jagdgesetz für das Königreich Kroatien und Slawonien aus dem Jahr 1893 wurde festgelegt, dass das Jagdrecht auf zwei Grundlagen beruhen kann:

  • das eigene Grundstück von mindestens Katastermorgen
  • das Gemeindegrundstück, nicht kleiner als 1000 Katastermorgen, das für die Frist von 15 Jahren verpachtet wird.

Zur Zeit des ehemaligen Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen gab es herrschaftliche und andere private Reviere auf dem eigenen Grundstück und andere Jagdreviere wurden von Jagdvereinen gepachtet. Laut einigen Autoren war diese Zeit wegen der ernsten Wilderei sehr schwierig. Im Jahr 1931 trat das neue Jagdgesetz in Kraft, nach dem die Mindestfläche für die Revierpacht von 200 ha festgelegt wurde. Die herrschaftlichen Grundstücke wurden weggenommen, zum Gemeindeeigentum erklärt und für die Frist von 12 Jahren verpachtet. Im Zeitraum von 1931 bis 1941 wurden eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, mit denen der schlechte Zustand in den Jagdrevieren verbessert wurde.

Während des II. Weltkrieges befanden sich das Wild und die Reviere in einer nicht beneidenswerten Lage. Das Wild wurde unbarmherzig getötet und die Kontrolle und der Schutz auf dem großen Teil der Waldkomplexe war fast unmöglich. Leider haben wir keine zugänglichen Angaben über diese Zeit, aber wir wissen, dass ein Teil der Bestimmungen aus dem Jagdgesetz aus 1931 mit Änderungen und Ergänzungen durch den Unabhängigen Staat Kroatien übernommen wurde. So wurde im Jahr 1942 die gesetzliche Bestimmung über Änderungen und Ergänzungen des Jagdgesetzes aus dem Jahr 1931 veröffentlicht und 1943 die Anweisung über die Festlegung und Versteigerung des Jagdreviers gefasst.

Nach dem Ende des II. Weltkrieges trat am 29. Oktober 1945 die Verordnung über Jagdverhältnisse in Kraft, aufgrund der die Jagdreviere auf staatliche, gemeindliche Reviere und Grundstückgemeinschaften aufgeteilt wurden. Private Reviere wurden abgeschafft. Von staatlichen Zuchtrevieren sind ungefähr 20% der Flächen in der Verwaltung des Staates geblieben, während die anderen gemeinsam mit gemeindlichen Revieren und Grundstückgemeinschaften an die Jagdvereine verpachtet wurden. Mit dem Jagdgesetz der Volksrepublik Kroatien vom 19. Oktober 1949 wurde unter anderem auch die Revierpacht von 15 Jahren bestimmt. Die Pflicht zur Erstellung der jagdwirtschaftlichen Grundlagen für den zehnjährigen Zeitraum wurde als eine Neuigkeit im Jagdgesetz der Föderativen Republik Kroatien am 24. Oktober 1966 eingeführt.

Staatliches offenes Jagdrevier X/5 Jasenovača

Bis 1971 wurde das Revier in fünf Teile aufgeteilt, die in der Zuständigkeit folgender Gesellschaften standen: Wildschwein (Slatina), Hase (Bakić), Fasan (Vraneševci), Falke (Čađavica) und Hirsch (Nova Bukovica). Im Jahr 1972 wurde das Jagdrevier durch den Beschluss der ehemaligen Gemeinde SO Slatina innerhalb der jetzigen Grenzen gegründet und dem Unternehmen ROŠ Slawonischer Wald (Vinkovci) Arbeitsabteilung für Waldzucht und Schutz Papuk (Slatina), dem juristischen Vorgänger des Kommunalunternehmens Kroatische Wälder – Waldverwaltung Našice zur Verwaltung übergeben. Am 15. Dezember 1994 wurde das Eigene offene Jagdrevier X/5 Jasenovača gegründet, das seit 1999 vom Kommunalunternehmen Kroatische Wälder – Waldverwaltung Našice verwaltet wird.

Aufgrund des öffentlichen Wettbewerbs für die Erteilung der Konzession zum Jagdrecht in Jagdrevieren auf den Flächen im staatlichen Eigentum war im Zeitraum vom 30. Juli 1999 bis zum 13. Dezember 2007 der Konzessionär mit dem Jagdrecht die Handelsgesellschaft Gaj d.d. (Slatina). Am 04. September 2006 wurde das Staatliche offene Revier X/5 Jasenovača gegründet, das ab 22. März 2008 aufgrund des besten Angebots und gemäß dem Beschluss des Ministeriums für regionale Entwicklung, Forstwirtschaft und Wasserwirtschaft, von der Handelsgesellschaft Jošavac d.o.o. (Slatina) im Zeitraum von zehn Jagdjahren verwaltet wird.